Die Ersterwähnung Oudlers geht auf das 5. Jahrhundert zurück – und so mit der Christianisierung des Gebietes einher. Der Ursprung des Dorfnamens kann als Zusammenschluss der Endung -ler bzw. -lar, was so viel wie Wohnstätte/Feuerstätte bedeutet, und der Vorsilbe für „urbar gemachtes Land“ verstanden werden. Demnach siedelten sich die ersten Bewohner nach dem so genannten Urbarmachen des Waldgebietes in Oudler an.

Die Herrschaftshäuser aus Burg-Reuland und Thommen verfügten zwar über ein größeres Renommee, doch gilt Oudler als zentrale Ortschaft und Verkehrsknotenpunkt. 814 nach Christus wurde Oudler erstmals urkundlich als zugehörige Ortschaft der Mutterkirche in Thommen erwähnt.

Im 13. und 14. Jahrhundert wurde Oudler vom „Schwarzen Tod“ heimgesucht. Die Bevölkerung wurde arg dezimiert. Dies verdeutlicht vor allem die Tatsache, dass Oudler im Jahre 1495 lediglich sieben Feuerstätten aufwies. Die Bedeutung der Ortschaft wird auch durch das Weistum des Hofes Thommen skizziert, das 1555 in Oudler unterzeichnet wurde. Es handelte sich um die damalige Gesetzgebung des Herrschaftshauses der Herren von Pallandt.

Im 16. und 17. Jahrhundert herrschen Not und Elend, Epidemien breiten sich aus und Fremdbesatzungen aus Spanien, den Niederlanden, Österreich und später Frankreich drangsalieren die Bevölkerung. Hinzu gesellen sich auch die gefürchteten Lokalfürsten, die ihre Macht ausspielen und das Volk ebenfalls unterdrücken. Als Dreh- und Angelpunkt kann die Dorfkirche bezeichnet werden, die förmlich über dem Dorf thront.