Die Sportgemeinschaft Rapid Oudler entstand aus einer Herausforderung heraus, als vereinzelte Jugendliche aus der Ortschaft Erwachsene „provozierten“, im Dorf einen eigenständigen Sportverein ins Leben zu rufen. Die Erwachsenen nahmen diese Herausforderung an und gingen mit Elan an die Gründung eines Fußballvereins heran.

Viele Hindernisse mussten anfänglich aus dem Weg geräumt werden. Unter anderem musste ein passendes Fußballfeld ausfindig gemacht werden, sowie aktive Fußballspieler, die in anderen Vereinen engagiert waren, für ihren Heimatverein angeworben werden. Dies war anfänglich mit vielen finanziellen Risiken verbunden und verlangte den Verantwortlichen eine große Portion Idealismus ab. Die Vereinsverantwortlichen der ersten Stunden haben dieses Wagnis bis heute nicht bereut.

Am 16. Januar 1970 fand die Gründungsversammlung der Sportgemeinschaft Rapid Oudler statt. Der Verein war somit der erste Sportverein der damals noch eigenständig agierenden Gemeinden Thommen und Burg-Reuland.  Diese Vorreiterrolle führte auch zu weiteren Sportverein-Gründungen, wie beispielsweise dem Tischtennis-Klub Thommen, dem Motocross-Klub Dürler oder aber dem TV Spätlese Burg-Reuland um nur einige zu nennen.

In den Monaten März bis Juni 1970 beschäftigte man sich in Oudler mit dem Aufbau eines Spielfeldes mitsamt bescheidenen Umkleidekabinen. An dieser Stelle muss vor allem die Hilfe von Michel Backes besonders hervorgehoben werden, der die notwendigen Ländereien auf der Ley zur Verfügung stellte.  Nur so konnte das ehrgeizige Projekt „Sportgemeinschaft Rapid Oudler“ realisiert werden.

Am 9. Juni 1970 erreichte die SG Rapid Oudler einen offiziellen Anschluss an den belgischen Fußballverbund URBSFA mit Sitz in Brüssel. Um das Training zu garantieren, beschlossen die Verantwortlichen im Juli desselben Jahres die Anschaffung einer Beleuchtungsanlage.

Am 7. März 1972 wurde der Verein als Mitglied der Sportgemeinschaft St.Vith aufgenommen. Bereits 1974, nach knapp vierjährigem Vereinsbestehen, verwirklichten die Verantwortlichen den Bau einer geräumigen Vereinskantine mit einer Küche, sowie Umkleidekabinen und Sanitäranlagen.  Am 10. Mai 1975 wurde die offizielle Einweihung der Vereinskantine durch Hochwürden Dr. Hermann-Joseph Schumacher vorgenommen. Der Verein wurde am 8. Juli 1976 gemäß eines Auszugs des „Staatsblattes“ offiziell als „Gesellschaft ohne Erwerbszweck“ aufgeführt.

1977 wurde im Rahmen der kleinen sportlichen Infrastruktur die Drainage des Fußballplatzes angelegt. Duschanlagen mit Warmwasseraufbereitung, sowie die Umzäunung des Spielfeldes mit Betonpfählen und Rohrverbindungen wurden geschaffen. 1978 wurde der Verein zudem Mitglied des Sportrates Burg-Reuland.