Zu Beginn des neuen Jahrtausends gerieten die Junggesellen in Schwierigkeiten.  Diverse administrative Ungereimtheiten riefen das Steuerkontrollamt auf den Plan, die eine saftige Geldbuße einforderten.  Der Junggesellenverein, der 1982 gegründet wurde, musste faktisch aufgelöst werden.  Dennoch blieben die Oudler Jugendlichen ihrem Verein treu und gründeten auf anhieb den JG Oudler, der fortan auch für die Planung und Durchführung des Humpenfestes verantwortlich zeichnet.

Leider spürt man beim JG ähnlich wie in vielen anderen auf Ehrenamtlichkeit aufgebauten Vereinen derzeit eine entsprechende Trägheit und Flaute.  Nur wenige sind heutzutage noch bereit, sich für einen Verein einzusetzen und hierbei auch wertvolle Zeit ihrer Freizeit zu opfern ohne einen entsprechenden finanziellen Return zu erfahren.  Diese Mentalität ist sicherlich der Totengräber jeglichen gemeinschaftlichen Handelns und wird zwangsläufig dazu führen, dass die Dynamik, der Elan und vor allem die Harmonie einer Dorfgemeinschaft auf der Strecke bleibt.

Nur wenn sich alle kulturellen und gesellschaftlichen Akteure erneut am Riemen reißen, können Wege aus dieser prekären Sackgasse gefunden werden.  Es ist noch nicht zu spät, aber die Zeit drängt, denn es wurde in der nahen Vergangenheit bereits viel Wertvolles an „Eigendynamik“ in diesem Bereich zerstört.