Seit dem Hochmittelalter ist die Herz-Jesu-Verehrung fest in der Volksfrömmigkeit verwurzelt.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erlebte sie einen neuen Höhepunkt mit zahlreichen Neugründungen von Herz-Jesu-Bruderschaften. Die offizielle Kirche blieb lange zurückhaltend, die Herz-Jesu-Verehrung in die öffentliche Liturgie aufzunehmen. Gegenstand und Begründung dieser Andachtsform schienen ihr nicht ausreichend geklärt. 1765 gestattete Papst Klemens XlII, angeregt durch die polnischen Bischöfe, am üblichen Herz-Jesu-Fest (Freitag nach dem 2. Sonntag nach Pfingsten) eine Messe zum Herzen Jesu. Etwa 100 Jahre später, 1856, dehnte Pius IX. das Fest auf die ganze Kirche aus. Leo Mll und Pius Xl (Anfang des 20. Jahrhunderts) veröffentlichen Enzykliken zur Herz-Jesu-Verehrung, so dass diese eine intensive Ausbreitung erlebte, die bis in die 1950er Jahre hinein andauerte. 1956 ließ Pius XII. das hundertjährige Bestehen des Herz-Jesu-Festes feierlich begehen.

In diesem Zusammenhang lassen sich die Herz-Jesu-Figuren in der Oudler Kirche und auch am Kriegerdenkmal wohl erklären.