Die katholische Landfrauengruppe Oudler wurde im Jahre 1953 durch Louise Messerich-Kirsch, Maria Richardy-Mertes, Bertha Schaus-Kirsch, Gretchen Kirsch-Messerich und Greta Backes gegründet. Vorrangiges Ziel war es, den Frauen mehr Information und Weiterbildung zu vermitteln. Für die Frauen auf dem Land stellte sie praktisch die einzige Möglichkeit dar, sich eingehend mit dem Weltgeschehen zu befassen.

Die Landfrauengruppe ist neben den Bauerngilden, den Agra-Frauen und der katholischen landlugend an den Boerenbond – heute AVEVE – angeschlossen. Die Mitgliederzahl schwankte in Oudler zwischen 20 und 30 Mitgliedern. Mittlerweile zählt die Gruppe 25 Frauen.

Die Landfrauen treffen sich vorwiegend in den Monaten von September bis Mai. Die sogenannte „Kemgruppe“ (Vorstand) legt Themen und die Veranstaltungen für diese Zeit fest. Eine eigens dafür herausgegebene Zeitschrift, „Das Senfkorn“, gibt viele Anregungen und ist eine große Hilfe.

Themen wie Politik, Entfaltung der Persönlichkeit, gesellschaftliche Bildung, Kultur, Gesundheit, Ernährung, Kochen und vieles andere mehr werden den monatlichen Versammlungen durch einen Referenten vorgestellt und anschließend besprochen. Jedes Jahr widmet man sich einem bestimmten Thema.

Die Landfrauengruppe organisiert aber auch Einkehrtage, Weihnachts- und Adventsfeiern, Bastelabende, Spaziergänge und Studienreisen. Auf Bezirksebene findet jährlich eine Dreitagesfahrt ins Ausland statt. Außerdem beteiligen sich die Landfrauen mit den Bauerngilden und der Landjugend an dem Projekt „Einer für alle“, das seit 1964 die Entwicklungshilfe mit Erfolg fordert.

„Daheim“ heißt die monatlich erscheinende Zeitung des Landfrauenverbandes, Sie behandelt weltliche und religiöse Themen, gibt zahlreiche Anregungen und stellt die Aktivitäten der diversen Gruppen vor. Die Oudler Landfrauen beteiligen sich aber auch aktiv am Dorfleben, sei es durch ihre Hilfe bei Dorffesten, Missionsarbeiten, Erntedankfeiern oder aber durch rege Anteilnahme am Karnevalstreiben.