Nach dem Scheitern des Renovierungsprojektes am jetzigen Standort des Dorfsaals war bei den Verantwortlichen der VoG. guter Rat teuer.

Einem Vorschlag von Gerd Hennen bei der Konzertierungsversammlung mit Gemeinde und den Vertretern der DG ist es zu verdanken, dass das Projekt nicht gänzlich zu den Akten gelegt wurde und die Vereinszukunft in Oudler einer düsteren Zukunft entgegenblickte. Die Gemeinde hatte vor über zehn Jahren nahe des Fußballplatzes ein üppiges Gelände gekauft auf dem eine Mehrzweckhalle errichtet werden sollte. Da aus diesem Projekt nichts wurde und die Gemeinde diesen Bau einer Turnhalle in Burg-Reuland propagierte, war das Gelände plötzlich ohne Zweckbestimmung. Vonseiten der DG flossen damals beim Ankauf insgesamt 75000 € an Zuschüssen an die Gemeinde mit der Bedingung, das Gelände ausschließlich für sportliche oder kulturelle Zwecke zu nutzen. Also weshalb nicht einen neuen Dorfsaal auf diesem Gelände errichten?

Auf den ersten Anschein bleiben die finanziellen Probleme bestehen, doch hat die Dorfsaal Oudler VoG. durch diesen Standortwechsel finanzielle Gegenleistungen in Form des bestehenden Saals zu bieten. Wenngleich der marode Zustand wahrlich keine horrenden Beträge beim Verkauf realisiert, genügen sie allemal, um die von der Bank benötigten Garantien in „Eigenmittel“ zu decken. Unsere Finanzierung steht demnach.

Eine Bedingung vonseiten der DG war die Benennung eines anderen Architekten. Mit Daniel Blaise aus St.Vith fanden wir einen kompetenten Bauplaner, der unter anderem das Triangel in St.Vith konzipiert hat. In Sachen Effizienz und Ergonomie eines Festsaals verfügt er daher über große Erfahrenswerte.

Zusammen mit Daniel Blaise wurde ein Konzept erarbeitet, das einen großen Saal, einen kleinen Fest- und Probesaal für private Feier oder Versammlungen, sowie Stauräume für die lokalen Vereine auf einer Oberetage vorsieht. Desweiteren wird der Vorhof des Saals auch als Stellplatz für Festzelte dienen, so dass die Mitglieder der KKG und des JG ihre Veranstaltungen (Karneval, Humpenball…) problemlos dort abhalten und die vorhandene Infrastruktur nutzen können. Ein Mehrwert demnach für alle.

Das Projektvolumen beläuft sich auf ca. 850000 €, von denen die DG 60% finanzieren wird. Es fließen also 510000 € aus Eupen ins Projekt, so dass die Dorfsaal Oudler VoG. noch 340000 € eigenfinanzieren muss. Neben einem Bankkredit von 200000 €, der mit der ING-Bank über eine Laufzeit von 20 Jahren mit festem Zinssatz abgeschlossen wurde, bleiben demnach ca. 140000 € zu Lasten der VoG. Der Immobilienverkauf des jetzigen Dorfsaals sowie Eigenmittel und „Obligationen der Bevölkerung“ werden diesen Betrag decken. Dennoch hofft die VoG. auf die finanzielle Hilfe der Dorfbevölkerung, denn diese Infrastruktur ist die letzte Möglichkeit, im Rahmen der DG-Bezuschussung, das aktive Vereinsleben in unserem Dorf zu schützen und auf Jahre hinaus zu stärken. Ohne Saal kein Vereinsleben! So einfach ist die Formel.

Das Projekt wurde fristgerecht am 1. September 2017 eingereicht, so dass mit einer Entscheidung Mitte Oktober gerechnet werden kann. Wenn das der Fall sein soll, können die konkreten Baumaßnahmen im Frühjahr 2018 beginnen und noch vor Jahresende abgeschlossen werden.