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Maiennacht in Oudler

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Hintergrund

Das Lied der Maiennacht beruht auf dem wallonischen Lied „Lu Nut du May“, welches 1868 von dem Malmedyer Heimatdichter Florent Lebierre geschrieben wurde. Es wurde 1898 von dessen Bruder Olivier Lebierre vertont. Um 1900 übersetzte dann die Gattin des damaligen Landrats von Malmedy, Baronin Von der Heydt, das ihr gewidmete wallonische Dreistrophenlied ins Deutsche. Etwa ab 1920 fand das Lied weite Verbreitung im Malmedyer und auch im St. Vither Land, wo es seinerzeit durch die Musikvereine als Ständchen an verschiedenen Dorfstellen vorgetragen wurde.

Liedtext

Heimlich bei sternenklarer Nacht,wenn niemand außer uns mehr wacht,

bei des Lockrufes süßem Schall der heimgekehrten Nachtigall

zieh’n wir in Busch und Wald hinaus, zu schmücken unsres Liebchens Haus,

2x Welch schöne Nacht, die Maiennacht, wenn uns das Glück der Liebe lacht!

 

Heim zieht’s, es pflanzt der frohe Hauf’ vor Liebchens Tür den Maibaum auf.

Klopft dann dem Hammer gleich das Herz, so tönt leis’ es himmelwärts.

Mög’ dieser Gruß die Maid erfreu’n und uns ihr Lohn beschieden sein.

2x Ach, wie so schön, die Maiennacht, wenn uns das Glück der Liebe lacht!

 

Durch unsern Sang vom Schlaf erwacht hat sie sich eilends aufgemacht;

lugt hinterm Fenster still heraus, denkt sich den Dank für morgen aus.

All unser Sehnen wird erhört, wenn Herz und Dank sie uns gewährt,

2x Hab’ Dank, du schöne Maiennacht, die uns das Glück der Liebe bracht’.