In den 1930er Jahren entsandte der Musikverein Oudler anlässlich des Nationalfeiertages des Öfteren Fahnenabordnungen in die Landeshauptstadt Brüssel.  Eines der wohl größten Probleme stellte damals die Dirigentenfrage dar.  Der „Musikvorsteher“ musste Erfahrung mitbringen, schlug aber wegen seines Honorars sowie der Notwendigkeit einer Beherbergung und Beköstigung aufgrund fehlender Verkehrsmittel der Vereinskasse teuer zu Buche.  Die Unterkunft und auch die Verpflegung des Dirigenten wurde über Jahre hindurch vom Gasthaus Michel Kohnen getragen.  Später beköstigte die Familie Hoss den Dirigenten Alff.

Dem ersten Dirigenten Alff folgten in kurz aufeinander folgenden Abständen die St.Vither Maus (1929) sowie Fritz Meessen (1930-31).  Erst mit dem aus Oudler stammenden Paul Lentzen kehrte Kontinuität am Oudler Pult ein.  Die rührige Art mit seinen Musikern umzugehen, sowie die für die damalige Zeit bemerkenswerte Sachkenntnis sorgte für einen weiteren musikalischen Aufschwung des Musikvereins Oudler.  Paul Lentzen schwang seinen Taktstock bis zu seiner Einberufung in die Wehrmacht im Jahre 1940.  Leider kehrte Paul Lentzen aus dem Krieg nicht wieder Heim und gilt als vermisst.

Nachdem der Präsident Michel Kohnen aufgrund diverser Meinungsverschiedenheiten im Jahre 1935 dem Musikverein den Rücken kehrte, wurden die Musikproben kurzerhand in das Café Johann Schmitz (Miller Johann) auf dem Bahnhof verlegt.  Als Nachfolger des ersten Präsidenten Michel Kohnen, dessen Einsatz für den Musikverein in den Anfangsjahren als lobenswert zu bezeichnen war, wurde Johann Schmitz gewählt.  Dieser übte das Amt bis zu seinem Wohnsitzwechsel nach Luxemburg im Jahre 1937 aus.  Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges übernahm Blasius Gennen das Präsidentenamt.