Seit wann genau man den Karneval feiert, vermag niemand zu sagen. Bereits im Parzival wird eine „vasnaht“ erwähnt,  so dass davon ausgegangen werden kann, dass man schon im 12. Jahrhundert eine Art des Karnevals kannte.  Karneval ist ein Brauch, der über Jahrhunderte hinweg erhalten blieb, auch wenn er zeitweise verboten wurde. So beispielsweise 1583 vom Trierer Erzbischof Johann von Schöneberg, der das von ihm erlassene Verbot folgendermaßen begründete: „unter Schein bürgerlicher Gesellschaft werde ein unziemliches Leben mit Zechen, Sauffen, Mummereien, Schwermen, Tanzen, Tollen und anderem üppiglichen Wesen getrieben.“  Auch damals gehörten also schon Essen und Trinken, Heischen und Musik mit Tanz zum bunten Karnevalstreiben.

1640 sollten in Pronsfeld bei Prüm „Eiersammler mit 10 Goldgulden bestraft werden, die in Waffen Heischegänge an Fastnacht durchführten“.  Der bischöfliche Visitator wollte dabei wahrscheinlich weniger den traditionellen Brauch verbieten, als vielmehr den Umgang des „dörflichen Burschenverbandes“ mit Waffen.

1828 verbot die preußische Regierung den Karneval auf dem Land und in den kleinen Städten aus politischen Gründen. Da dieser Erlass aber auf wenig Verständnis in der Bevölkerung und den unteren Behörden stieß, wurde er im Jahre 1850 wieder aufgehoben. Aus dieser Zeit stammen auch die Funkengarden, die in Uniformen und Waffen dem Verbot trotzten.

Die Begriffe „Fastnacht“ oder „Fastelabend“ weisen darauf hin, dass anfangs nur am Tag vor Beginn der Fastenzeit gefeiert wurde. Erst später erstreckten sich die Feierlichkeiten über mehrere Tage hinweg und zwar in der Regel von donnerstags bis dienstags. Diese Zeitspanne wurde dann als „Fastnachts- oder Fastelabendzeit“ bezeichnet.

Der Begriff „Karneval“ stammt hingegen aus dem Französischen. Er bezieht sich auf das romanische Wort „Caro“ für Fleisch, dessen Genuss mit Beginn der Fastenzeit eingestellt werden sollte. Auf diese Art und Weise wurde der Karneval als vorweggenommene Entschädigung für die Zeit der Enthaltsamkeit gefeiert.